Monitoring

Heute kann jeder und jede publizieren. Auf Blogs, in Foren, auf Facebook, Twitter und Google+ werden fleissig Inhalte erstellt, geteilt und kommentiert. Es wird jederzeit und an
unzähligen Orten über fast alles gesprochen.

Monitoring hilft uns, Übersicht in die Informationsflut zu bringen und herauszufinden, wo, wann und von wem über unsere Organisation oder unsere Themen gesprochen wird. Spezialisierte Tools durchsuchen das Internet nach Stichworten und geben eine Liste aus oder schicken eine Nachricht, wenn das gewünschte Stichwort irgendwo gefunden
wird.

Monitoring teilt uns mit:

  • Wo wird über uns gesprochen?
  • Was wird gesprochen?
  • Wer spricht?

Einige Tools sind kostenlos, z.B. Google Alerts oder Mention (mit welchen die Geschäftsstelle sozialinfo.ch zur Zeit arbeitet). Für den Anfang ist ein solches Tool meist ausreichend. Für genaueres und tieferes Monitoring gibt es kostenpflichtige Programme, zum Einsteigen z.B. Viralheat, mit Analyse der Followers und Friends. Weiter gibt es Tools mit automatischer Tonalitätseinstufung, welche herauszulesen versuchen, ob der Beitrag in
einem positiven oder negativen Kontext steht.

Bei der Evaluation eines Monitoring-Tools spielt die Grösse der Organisation eine Rolle,
ob das Tool alle benötigten Informationen liefern kann und ob die verantwortliche Person
sich damit wohl fühlt.

Monitoring kann bei der Evaluierung einer Social Media-Strategie von Nutzen sein. Dabei
kann beobachtet werden, auf welchen Plattformen über die Organisation oder über bestimmte Themen gesprochen wird. Dies kann nützlich sein bei der Auswahl der passenden Plattformen.

Weiter hilft Monitoring, Influencer zu finden, Personen, die Einfluss im Internet haben und
die regelmässig über Ihre Organisation sprechen. Diese Personen können auch behilflich
sein beim Dialog-Aufbau im Social Web.

Zuhören ist eine wichtige Voraussetzung, um einen Dialog zu starten. Wir können uns nur
sinnvoll einbringen und Gehör verschaffen, wenn wir wissen, wer dort draussen wann und
worüber spricht.

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Gesetzliche Grauzonen in Social Media

Green paragraphGanz klar – durch die sozialen Netzwerke wurde eine neue Art der Kommunikation erschaffen, die in der heutigen Phase rechtliche Grauzonen mit sich bringt.

Die einen sind der Meinung, Privatsphäre sei überholt und andere meinen, die Privatsphäre müsse besser geschützt werden.

Zu diesem Thema sind uns in den letzten Tagen gleich mehrere Artikel aufgefallen.

Jagd auf HartzIV Betrüger über Facebook
In Deutschland titelte die Bild am Freitag 24. Mai. 2013 – Facebook-Jagd auf HartzIVBetrüger. (zum Artikel) Auch in der Schweiz kennen wir die Sozial-Detektive und beim erarbeiten unseres Leitfadens „Soziale Arbeit und Social Media“ war dies für uns ein wichtiges Thema.

Kurt Pärli sagt dazu: „Ein Grundsatz lautet: Die Informationsbeschaffung erfolgt beim Klienten. Wo das nicht möglich ist, oder wo es sachliche Gründe gibt, die Information zu überprüfen, stellt sich die Frage: Welche Mittel darf ich einsetzen? Da gibt es wieder einen Grundsatz: Transparenz. Ich muss den Klienten informieren, dass ich weitergehende Recherchen mache. Ich handle entweder mit Einwilligung oder auf einer gesetzlichen Grundlage. Ich darf also Informationen, welche mir mein Klient nicht gibt, über Internet oder über Social Media beschaffen, wenn ich das transparent mache und wenn ich dem Klienten Gelegenheit gebe, Stellung zu nehmen zu den Informationen. Das steht im Gegensatz zu den Strafermittlern oder Inspektoren, diese müssen keine Transparenz herstellen.“

Tanz dich Frei – Profil auf Facebook
Bern hat eine turbulente Samstagnacht erlebt. Am Tag darauf laufen die Diskussionen heiss, wer denn nun für die Eskalation verantwortlich ist.
Einerseits stellt sich die Frage, ob Facebook verantwortlich gemacht werden kann weil dieses die Plattform für anonyme Veranstaltungsaufrufe bietet.

Anonyme Accounts bei Facebook
Reto Nause, CVP-Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, verlangte laut Medienberichten bereits im Vorfeld von Facebook die Namen der Organisatoren. Facebook habe darauf nicht reagiert. Dazu teilte Facebook via blick.ch mit „Das Ziel von Facebook ist es, «die Balance zwischen den Bedürfnissen von Strafverfolgungsbehörden bezüglich Informationen und der Privatsphäre der Nutzer» zu wahren“ mit Verweis auf seine Richtlinien.

Laut Thomas Hutter sei Facebook sehr kooperativ wenn rechtliche Vorstösse vorliegen – es gibt sogar ein Handbuch für Strafvollzugsbehörden. (zum Artikel) Vielleicht muss hier geklärt werden, unter welchen Bedingungen Facebook Daten herausgeben soll bzw. muss.

In Deutschland wiederum hat es, nach einer Beschwerde von Thilo Weigert (Landeszentrum für Datenschutz ULD), erst im April einen Gerichtsbeschluss gegeben, der besagt, dass Facebook weiterhin Konten von Nutzern sperren darf, die sich nicht mit ihrem echten Namen (Klarnamen) registrieren. (zum Artikel)

Im Zusammenhang mit „Tanz dich frei“ verlangen nun die Behörden die Herausgabe der Namen, eines Anonymen-Accounts – welcher laut Facebook-Richtlinien eigentlich gar nicht erlaubt ist.

Diese kurze Zusammenstellung zeigt, dass wir uns rechtlich in einem Graubereich bewegen: Die Technologie ist dem Gesetz voraus, oder wie Kurt Pärli es umschreibt: „Ein schönes Bild für den gegenwärtigen Zustand zeigt den Datenschützer, wie er die virtuellen Netze mit einer rostigen Flinte durchstreift. Er kämpft im Cyberwar, aber mit untauglichen Mitteln.“

In einigen Ländern ist es hingegen überlebenswichtig, sich anonym bei Facebook äussern zu können, um nicht vom Staat verfolgt zu werden. Ist somit die Strategie von Facebook doch richtig, im Einzelfall zu beurteilen, wann persönliche Informationen herausgegeben werden oder nicht?

Bezüglich des Umgangs mit Social Media bedeutet dies, dass noch viele Fragen ungeklärt sind und es wohl noch einiger öffentlicher und rechtlicher Diskussionen bedarf.

Update vom 31. Mai 2013:
Politblog – Simon Koch: Facebook ist nicht für die Krawalle in Bern verantwortlich

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Roadmap

Die Kommunikation im Social Web ist schnell und findet in Echtzeit statt. Die Kommunikationskanäle der Social Media laden dazu ein, sich aus dem Moment heraus mitzuteilen. Jedoch: Was einmal spontan, aus dem Bauch heraus, geäussert wurde, eigentlich ein Manifest des Augenblicks war, bleibt für immer da, eingemeisselt in die
Facebook-Timeline.

Für die Unternehmenskommunikation via Social Media ergibt sich daraus der Widerspruch, dass die Spontaneität geplant werden muss, wenn sie zielführend sein soll.
Jeder kommunikative Akt sollte sich in einen übergeordneten Verlauf einfügen, um die gewünschte Wirkung zu entfalten. Dies im Unterschied zur persönlichen Social Media-Aktivität, die in der Regel eher zufällig und an der aktuellen Befindlichkeit orientiert ist. Während das Impression-Management bei der persönlichen Kommunikation meist eher unbewusst abläuft, muss es bei der Unternehmenskommunikation vorsätzlich und geplant angegangen werden. Dabei ist die Erstellung einer Roadmap ein hilfreiches Mittel.

Roadmap: Was ist das Ziel?
«Roadmap», also «Strassenkarte», meint die strategische Planung der Unternehmens- Kommunikation. Man sollte eine Ahnung haben, wo der Weg entlang führt. Das setzt voraus, dass man ein Ziel hat. Im Kern geht es bei allen PR-Aktivitäten erst mal darum, positiv in Erscheinung zu treten, um Impression-Management.

Das Ziel, sich eine positive digitale Öffentlichkeit zu schaffen, kann auch für Organisationen
im Sozialwesen von grossem Nutzen sein, sei dies um für benachteiligte Menschen zu
lobbyieren oder um finanzielle oder anderweitige Ressourcen zu erschliessen. Das Ziel
könnte demnach heissen: ein Publikum zu gewinnen, das als Multiplikator für die eigenen
Anliegen genutzt werden kann (was allerdings eine gewisse kritische Grösse voraussetzt).
Dies gilt bei zeitlich abgegrenzten Projekten. Die Veröffentlichung einer Publikation, die
Durchführung einer Veranstaltung oder die Einreichung eines politischen Vorstosses sind
gute und publikumswirksame Aufhänger für eine Online-PR-Aktion. Aber auch bei der allgemeinen, langfristigen Präsenz im Web 2.0 ist es wichtig zu wissen, was die Ziele sind.
Eine Roadmap ist in diesem Fall idealerweise die Konkretisierung der Vorgaben, die im
Rahmen einer Social Media Policy festgelegt worden sind.

Was ist der Weg?
Wenn das Ziel klar ist, kann man sich Gedanken zum Weg machen. Im Unterschied zur
Strassenkarte ist der Weg hier nicht vorgezeichnet, sondern erlaubt allerlei mögliche
Schritte. Mit der Roadmap werden die geeigneten Schritte zeitlich gestaffelt geplant.
Wichtig ist dabei eine minimale Kontinuität. Es sollten regelmässig Mitteilungen gepostet
werden, damit die Aufmerksamkeit aufrechterhalten werden kann.

Wenn man PR auf eine Aktion hin betreiben will, kann eine Dramaturgie entwickelt werden. Mit den einzelnen Kommunikations-Akten wird die Thematik abgesteckt, werden beteiligte Personen vorgestellt und Hintergrundinformationen geliefert. Im Idealfall lässt sich damit eine Fan- bzw. Follower-Community aufbauen. Der Mechanismus der Vernetzung, wie er Social Media-Anwendungen wie Facebook oder Twitter innewohnt, entwickelt im besten Fall eine Eigendynamik, mit der das Publikum stetig wächst. Voraussetzung dafür sind regelmässige und interessante Posts.

Die Kontinuität ist auch bei der langfristig angelegten Präsenz im Web 2.0 wichtig. Nicht
nur aktive, sondern auch verwaiste Accounts transportieren eine Botschaft, ganz im Sinne
von Watzlawicks Diktum «Man kann nicht nicht kommunizieren». Eine Roadmap hilft, die
Häufigkeit der Aktivitäten, die Publikations-Themen und die generelle Stossrichtung zu
klären.

Unabhängig von der zeitlichen Dimension der Social Media-Aktivitäten muss sorgfältig geklärt werden, wer was macht. Idealerweise ist eine Person im Betrieb für die Einhaltung
der Vorgaben der Roadmap verantwortlich.

Ein Fallbeispiel: Social Media-Begleitung einer Veranstaltung
Im November 2012 begleitete die Geschäftsstelle sozialinfo.ch die AvenirSocial-Tagung
zum Thema «Was ist gute Soziale Arbeit» als Medienpartnerin. Dabei wurden Social Media- Kanäle als PR- und Informationsplattformen genutzt, und zwar vor, während und nach der Tagung. Da mit dieser Kooperation beide Organisationen Neuland betraten, ging es auch darum, Erfahrungen mit diesen Plattformen zu sammeln und zu erkunden, wieweit
über diese Kanäle eine Beteiligung interessierter Kreise in Gang gebracht werden kann.

Vor der Tagung
wurden auf eigens erstellten Facebook- und Twitter-Profilen Informationen und Links
gepostet, um Aufmerksamkeit, Reichweite, Followers und Fans zu gewinnen.

Während der Tagung
konnten Aussenstehende die wichtigsten Statements laufend auf Twitter verfolgen. Es gab
aber kaum Interaktivität (weder Fragen noch Kommentare).

Nach der Tagung
wurden auf Facebook und Twitter die Tagungsunterlagen, Referate und Präsentationen
verlinkt.

Fazit
Die Roadmap erfüllte ihren Zweck vollumfänglich: aufgrund der genauen inhaltlichen und
zeitlichen Planung war jederzeit klar, was wann auf welchen Kanälen gepostet werden
sollte.

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Soziale Arbeit & Social Media

Unsere Gesellschaft wurde durch den Boom der neuen Medien regelrecht überschwemmt. Wie die Anwendungen in zehn Jahren aussehen und heissen werden ist ungewiss. Gewiss ist aber, dass sich die neue Art der Kommunikation etablieren wird und niemand darum herum kommen wird, sich damit auseinanderzusetzen und Kommunikation neu und anders zu leben. Dies gilt auch für den Bereich der Sozialen Arbeit.
Welchen Stellenwert haben Social Media-Kanäle für die Soziale Arbeit? Und welchen
Stellenwert sollten sie haben? Diesen Fragen sind Barbara Beringer, Martin Heiniger und
Patrick Blaser von der Geschäftsstelle sozialinfo.ch nachgegangen.

Die Statistik
Eine statistische Erhebung im Online-Branchenbuch von sozialinfo.ch zeigt, dass die Social Media-Aktivitäten im Bereich Soziale Arbeit noch bescheiden und auch nur in kleinen Schritten zunehmend sind.

statistik_praesentation_1Die Studie
Interessant ist der Vergleich der obigen Grafik mit den Ergebnissen einer Studie der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ), die 2011 erstmals durchgeführt und 2012 wiederholt wurde.

In dieser Studie sind die Social Media-Aktivitäten von Schweizer Unternehmen erhoben
worden. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Neun von zehn der befragten Unternehmen haben Social Media-Präsenz. Das entspricht einer Zunahme von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Die Hälfte dieser Unternehmen hat die Bedeutung einer definierten Social Media-Strategie erkannt und umgesetzt: das entspricht ebenfalls einer Zunahme von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Das Social Media-Ziel «Image- und Reputationsaufbau» belegt mit 87 Prozent den ersten Rang. Die grössten Wachstumsraten verzeichnen die Ziele: «Vertrauen in das Unternehmen schaffen», und «Beziehung zum Kunden sowie Journalisten pflegen».
  • Als grösste Schwäche der Social Media wird der hohe personelle und zeitliche Aufwand gesehen. Die Angst vor Kontrollverlust und Indiskretionen ist mittlerweile gesunken.

Ein direkter Einblick in die Studie (Alter Link: www.socialmediastudie.ch – Neuer Link: bernetblog.ch/2013/04/26/social-media-studie-beteiligung-schweiz-deutschland-usa/) lohnt sich, gibt sie doch detailliert Aufschluss nicht nur über die Aktivitäten, sondern auch über die Ziele und die Strategie der befragten Unternehmen.
Während sich also die Schweizer Unternehmen vom Einsatz von Social Media einen Mehrwert versprechen, scheint sich diese Erkenntnis im Bereich der Sozialen Arbeit noch nicht durchgesetzt zu haben. Das hat die Geschäftsstelle sozialinfo bewogen, eine breite Palette von Informationen und Erfahrungen zu sammeln und zusammenzustellen.

Der Leitfaden
Diese Informationen und die Meinung von verschiedenen Personen, die sich an der Schnittstelle von Sozialer Arbeit und Social Media bewegen, sind zu einem Leitfaden zusammengestellt und im Rahmen des 10-Jahre-Jubiläums des Vereins sozialinfo.ch im April 2013 publiziert worden. Der Leitfaden soll Mut machen für die gezielte Auseinandersetzung mit der Thematik. Dazu werden die Chancen und Gefahren der Sozialen Netzwerke aufgezeigt, immer fokussiert auf die Soziale Arbeit.

Der Blick richtet sich auf folgende Aspekte und Problemfelder:

  • Möglichkeiten der Nutzung von Social Media in der Sozialen Arbeit
  • Verschiedene Klientengruppen und Social Media
  • Accessibility und Social Media
  • Kontrolle und Datenschutz
  • Persönlichkeitsschutz und Massnahmen
  • Entscheid für oder gegen Social Media

Die Interviews
Neben Artikeln zu verschiedenen Aspekten des Themas wurden Personen an der Schnittstelle von Sozialer Arbeit und Social Media – also Betroffene, Sozialarbeitende, Institutions- und Rechtsvertreter – befragt, hier vorgestellt mit je einem Zitat:

«Facebook ist ein Land, ist ein Ort in unserer Welt. In diesem Land sollten auch die verschiedenen Stellen von Sozialer Arbeit vertreten sein.»
René Jaun, Accessibility Consultant; sehbehindert/blind

«Wenn es uns nicht gelingt, das Interesse für das Medium zu wecken, wenn der Fokus auf
den Risiken und Gefahren bleibt, dann entsteht wenig Motivation, sich auf Neues einzulassen.» Marcel Küng, soziokultureller Animator – Jugendseelsorge Zürich und www.sozialmedia.ch

«Nicht die Sache selbst ist problematisch, sondern die eigene Einstellung dazu. Wie soll
es möglich sein, sich für angemessene Anwendungsmodi einzusetzen, ohne sich mit dem
Medium auseinanderzusetzen?»
Olivier Grand, Geschäftsleiter bei AvenirSocial

«Ich habe nicht den Eindruck, dass sich Sozialarbeitende Neuem verschliessen und dass
sie Projekte aus dem Bereich Social Media grundsätzlich zurückweisen. Es stellt sich immer die Frage nach den Ressourcen.»
Silvia Schoch-Meyer, Sozialarbeiterin, DFA Zürich

«Ich glaube, dass wir mit unseren Einschätzungen oft danebenliegen. Junge Klienten kommen zwar mit vertrauten Formen von Social Media sehr gut zurecht, komplexere Übertragungen von Wissen und Können funktionieren dagegen weniger gut. Wir neigen dazu, sie zu überschätzen, während wir ältere Menschen oft unterschätzen. Dabei haben gerade die ‹jüngeren Alten›, also die 60- bis 70-jährigen, oft sehr grosses Interesse an den neuen Medien.»
Matthias Naleppa, Dozent Berner Fachhochschule

«Eine Organisation muss ein Leuchtturm sein in einer Flut von Informationen. Es muss
sichtbar sein, dass diese Organisation ein Kompetenzzentrum ist für alle grossen und kleinen Fragen in einem bestimmten Bereich.»
Marie Christine Schindler, mcschindler.com, Senior Consultant

«Unabhängig davon, ob sie diese selber nutzen, sind soziale Institutionen wie andere Organisationen und Unternehmen Gegenstand der Kommunikation in Social Media und müssen sich darauf einstellen, dass ihr Image in der Öffentlichkeit zunehmend durch diese Kommunikation geprägt sein wird.»
Ursula Widmer, Rechtsanwältin Dr. Widmer & Partner

«Ein schönes Bild für den gegenwärtigen Zustand zeigt den Datenschützer, wie er die
virtuellen Netze mit einer rostigen Flinte durchstreift. Er kämpft im Cyberwar, aber mit
untauglichen Mitteln.»
Kurt Pärli, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW

«Die digitale Hektik im täglichen Leben wird verschwinden, und die gesellschaftliche
Kommunikation wird vom Overhead befreit. Die gesellschaftliche Diskussion wird damit
wieder nachhaltiger werden in Bezug auf Gehalt und Themen.»
Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich

«Social Media bieten, wie die digitale Gesellschaft als Ganzes, die grosse Chance, die bestehenden Machtverhältnisse zumindest punktuell ins Wanken zu bringen. Dynamik ist
aber stets ein Risiko, weil Umbrüche starke Gegenkräfte wecken. Der Ausgang des Spiels
ist offen.» Daniel Graf, FEINHEIT Kommunikation – Blog von Daniel Graf

«Heute kann jeder ein Freiheitskämpfer sein, selbst ein Schwerstbehinderter: So lange er
noch in der Lage ist, einen Klick zu machen, kann er seinen Teil beitragen.»
David Siems, Unabhängiger SL-Aktivist, Blogger – selbstbestimmung.ch

Die Strategie
Nach dem Blick nach aussen (Was tut sich da? Was tun die andern?) empfiehlt es sich, in
einem ersten (und dem wichtigsten) Schritt, strategische Überlegungen anzustellen und
seitens der Trägerschaft zu klären, ob und in welchem Rahmen die Nutzung der Social
Media-Kanäle für die Organisation Sinn macht.

Dabei stellen sich folgende Fragen:

  • Was versteht die Trägerschaft/Geschäftsleitung unter Social Media? (Definition)
  • Was ist das Ziel der Nutzung?
  • Welche Kanäle von Social Media sollen durch die Institution genutzt werden?
  • Sind genügend Ressourcen für die Konzeption, die Erstellung der Profile wie auch für die langfristige Bewirtschaftung und das Monitoring der entsprechenden Kanäle im Social Web vorhanden?
  • Wer wird mit der Konzeption der Umsetzung beauftragt?

Nach der Beantwortung dieser Fragen, kann sich eine Organisation bewusst und frei für
oder gegen Social Media entscheiden.
Gefragt ist also ein klares Ja – oder auch ein klares Nein. Wenig Sinn macht es, der ganzen Frage auszuweichen und den Kopf in den Sand zu stecken, Und genau so wenig Sinn macht es, den Kopf in die Wolken zu strecken und sich blind an dem grossen Hype zu beteiligen.

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Magazine und Broschüren zum Thema Social Media, Neue Medien und Soziale Arbeit

Neue Medien und insbesondere die Social Media Plattformen sind in diesem Frühjahr nicht nur bei uns ein Thema. In den letzten Wochen sind einige Broschüren und Magazine zu diesem Thema erschienen.

SozPad
RTEmagicC_SozPad_header_shop_320.jpgGerade in der Kinder- und Jugendhilfe sind Neue Medien ein wichtiges Thema. Die Broschüre zeigt Chancen und Herausforderungen der Kinder- und Jugendarbeit im Zusammenhang mit den Sozialen Medien auf.
Die Broschüre kann als Print-Ausgabe bestellt werden oder als PDF gratis heruntergeladen werden. www.ijab.de

 

CURAVIVA Fachzeitschrift – Kinder- und Jugendmedienschutz

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Auch CURAVIVA beschäftigt sich mit dem Thema Kinder- und Jugendliche und deren Umgang mit den neuen Medien. In der Aprilausgabe der Fachzeitschrift wird über die Herausfoderungen in verschiedenen Lebensbereichen (in Institutionen, in Schulen und in den Familien) diskutiert.
Die Fachzeitschrift kann unter www.curaviva.ch bestellt werden.

 

 

 

Procap 1/13 – Einsatz Neuer Medien

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Wer aufgrund einer Behinderung
nicht zur Welt gehen kann, kann mit
Digitalisierung die Welt zu sich holen.»
[Urs Kaiser]

Das aktuelle Procap Magazin beschäftigt sich mit den Chancen, welche die neuen Technologien für Menschen mit Handicap bieten. Es lässt Betroffene zu Wort kommen und zeigt Projekte und Initiativen auf, welche Menschen mit Handicap unterstützen.
Das Magazin kann unter folgendem Link heruntergeladen werden.
www.procap.ch/1-13-Neue-Medien.1823.0.html

Schön zu sehen dass sich verschiedene Organisationen mit den Themen Neue Medien und Social Media auseinandersetzen – wir freuen uns auf Diskussionen und Innovationen in diesem Bereich.

 

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