Google für Non-Profits

Googles Leitsatz «don’t be evil» hat in den letzten Jahren etwas gelitten. Aber mit  „NonProfits“ macht Google dem Motto alle Ehre und zeigt sich gegenüber Non-Profit-Organisationen grosszügig.

Das Programm bietet gemeinnützigen/nonprofit Organisationen kostenlosen Zugang zu den Tools von Google u.a. Gmail und Google Kalender. Besonders spannend für die Organisationen dürfte aber „Google Ad Grants“ sein. Darin wird jeder gemeinnützigen Organisation ein tägliches Budget von 329$, also pro Monat fast 10’000 $, für die Schaltung von AdWords Anzeigen offeriert. Mit diesem grosszügigen Betrag kann – richtig eingesetzt – viel erreicht werden.

Aber einen Schritt zurück: Was sind eigentlich AdWords?

Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass wenn Sie bei Google etwas suchen, die 3 obersten Ergebnisse und diejenigen in der rechten Spalte mit dem Hinweis «Anzeigen» versehen sind. Die eigentlichen Suchergebnisse erscheinen erst an vierter Stelle. armut_schweiz_-_Google-Suche
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Soziale Arbeit auf Twitter, Facebook und Co. – Eine Bilanz

socialmedia_sozialearbeit_jbVor zwei Jahren haben wir den Leitfaden «Soziale Arbeit und Social Media» veröffentlicht. Zwei Jahre sind im Internet eine kleine Ewigkeit. Umso spannender ist es, das Thema wieder aufzunehmen und eine kurze Übersicht zu geben, was sich in diesen zwei Jahren geändert hat.

Nach wie vor sind nur wenige Institutionen aus dem Sozialen Bereich auf Facebook, Twitter oder Google+ vertreten. Am ehesten sind es Betroffenenorganisationen oder Organisationen der Jugendarbeit, welche diese Tools aktiv nutzen, entweder als Kanal für Beratung oder für Fundraising.

Über die Sozialhilfe und die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde wird in der letzten Zeit medial viel diskutiert, nicht nur in herkömmlichen Medien, sondern auch auf Facebook und Twitter. Allerdings sind die betroffenen Behörden selber nicht am virtuellen Tisch vertreten.

Nach dem Fall in Flaach wurden im Januar 2015 mehr als 1000 Tweets zum Thema Kesb verfasst. Unter den Hashtags #KESB #SKOS und #Sozialhilfe finden sich auch heute noch fast täglich Beiträge zum Thema, entweder als Reaktion auf einen Artikel in den Medien, häufig aber auch als Instrument für Politiker, um sich zu diesem Thema zu äussern.

Über Institutionen wird also in den Sozialen Medien gesprochen, auch wenn sie selber dort nicht aktiv sind. Oft sind die Kommentare nicht allzu freundlich, was beispielsweise ein Blick auf den Hashtag #sozial_irrsinn veranschaulicht.

Der differenzierte Beitrag von Peter Sommerfeld auf die Medienkampagne gegen das Sozialwesen zeigt hingegen, dass Interesse an qualifizierten Statements besteht – immerhin erreichte der Beitrag im Facebook 3772 Menschen!

Soziale Organisationen wie Pro Infirmis und Pro Juventute nutzen Social Media-Kanäle als Multiplikator für ihre Kampagnen und Informationen. Dies im Wissen, dass solche Kampagnen nie nur auf Gegenliebe stossen, sondern immer auch kritisch beurteilt und entsprechend kommentiert werden. Im Gegenzug wird dadurch natürlich die Aufmerksamkeit gesteigert.

Für Soziale Institutionen stellt sich die Frage der Imagepflege heute mehr denn je. Dabei sollten die vielfältigen Möglichkeiten der Sozialen Medien wie Facebook und Twitter genau geprüft werden. Nicht-Kommunizieren könnte hier bereits einen Imageschaden bewirken.

Denn die Erwartungen an Firmen aber auch an Organisationen haben sich mit den neuen Kommunikationsmöglichkeiten geändert. Also müssen Wege gefunden werden, wie Organisationen der Sozialen Arbeit ihre Positionen auf Social Media in einem angemessenen Rahmen teilen und verteidigen können.

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SOZIALE ARBEIT IN DER DIGITALEN GESELLSCHAFT

logo_bfh_deDie Digitalisierung beeinflusst nicht nur unsere Gegenwart, vielmehr bereiten wir jetzt unsere Zukunft vor.
Wir freuen uns gemeinsam mit der Berner Fachhochschule ein innovatives Modul präsentieren zu können, welches dieses Thema für die Soziale Arbeit angeht.

Abstrakt:
Bereits jetzt erkennen wir, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf unsere Gesellschaft hat.  Die Digitalisierung beeinflusst nicht nur die Art, wie wir kommunizieren, sondern auch wie wir einkaufen, arbeiten und uns in dieser Welt bewegen. Wir fragen uns in diesem Modul, wie sich die Innovationen auf Wirtschaft, Politik, Kommunikation und vor allem auf die Soziale Arbeit auswirken. Denn auch in der Sozialen Arbeit wird oder hat das Digitale bereits Einzug gehalten: Wie verhalten sich Klienten hinsichtlich Social Media? Wie wirken sich digitale Geschäftsideen auf die Wirtschaft und das Sozialsystem aus?  Wo müssen wir uns umhören oder mitreden, um als Professionelle der Sozialen Arbeit am Ball zu bleiben? Welche Möglichkeiten bietet uns die Digitalisierung für die Ausübung unserer Arbeit?  Zu welchen neuen sozialen Problemstellungen führt die Digitalisierung? Diesen Fragen gehen wir im Modul nach. Dabei erleben wir die Digitalisierung hautnah. Dieses Modul wird in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle sozialinfo.ch angeboten.

Berner Fachhochschule

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Rückblick re:publica 15 und Media Convention

re:publica 15 - FINDING EUROPEFür mich war das Wort der re:publica 15 „Misstrauen“.
Bereits in der Eröffnungsrede indirekt angesprochen im Kommentar zu Öttinger, danach bei Ethan Zuckerman beim Namen genannt und auch in weiteren Vorträgen immer wieder durchgeblitzt v.a. auch beim leisen, aber sehr spannenden Vortrag von Ingrid Brodnig.
Die einen Misstrauen der Politik, andere der Presse, viele den großen Internetfirmen und irgendwie Misstrauen Einigesich gegenseitig und jedem.
Wir leben in Zeiten der Umbrüche, die Regeln werden nicht nur in vielen Branchen gerade neu geschrieben, ohne das irgendjemand nach dem Einverständnis fragt, anderen bangt davor von der Digitalisierung eingeholt zu werden. Häufig haben wir das Gefühl den Überblick von all den Informationen zu verlieren und halten uns an eine der vielen Wahrheiten fest die gerade durch den Raum fliegen und Misstrauen dem Rest.

Ethan Zuckerman – The system is broken and that’s the good news

Friedemann Karig – Die Abschaffung der Wahrheit

Ingrid Brodnig – Die kaputte politische Debatte

Das Digitale schürt aber natürlich nicht nur Misstrauen sondern gibt uns auch neue Mittel in die Hand, selber mit zu sprechen und über Themen zu schreiben die uns bewegen. Die fünfte Gewalt nennt „uns“ Bernhard Pörksen und legt dar was wir alles erreichen können.

Auch die Arbeit ist von der Digitalisierung immer mehr betroffen, sehr schön zeigte dies Johannes Kleske auf. Denn auch Jenseits des Buzzword Plattform-Kapitalismus gibt es jetzt bereits eine Industrie der Billigarbeitskräfte welche u.a. für Google, Daten bereinigen und sortieren oder über Amazon Turk ihre Arbeitslosigkeit zu überbrücken versuchen. Überlassen wir diese den Kräften des Marktes oder nehmen wir einmal mehr den Staat in die Verantwortung.
Natürlich gibt es auch positive Beispiele für Plattform-Kapitalimus. Nicht zu vergessen sind die KonsumentInnen, welche natürlich ebenfalls die Möglichkeit haben zu wählen, was sie unterstützen wollen.

«Ausgeschlossen zu werden, ist die vorherrschende Angst unserer Zeit»
so Zygmund Baumann – ein Satz der auch gut zum Thema Wirtschaft oder Medien passen würde – hier aber im Kontext zu  Privatsphäre und Kommunikation steht. Der Mann hat ein 90jähriges bewegendes Leben hinter sich, trotzdem interessiert er sich nach wie für das, was in dieser Welt geschieht. Im wahrsten Sinne des Wortes hat er uns einen „Vortrag“ gehalten – über die Privatsphäre, Öffentlichkeit, Einsamkeit und Aufmerksamkeit.

Endlich habe ich es geschafft Gunter Dueck Live zu sehen und er hat mich nicht enttäuscht. Der Vortrag hat nicht eigentlich was mit dem Thema „Digitalisierung“ zu tun gehabt, aber ein schöne Auflockerung für den Start in den zweiten Tag war es alle mal.

Zum zweiten Mal besuchte ich die  re:publica und noch intensiver als beim ersten Mal habe ich die Stimmung genossen, die Gespräche, die Begegnungen und natürlich die einmalige Auswahl an Vorträgen, welche mich noch die nächsten Wochen beschäftigen werden. Ich finde die Diskussionen werden immer differenzierter nicht nur Kritik (schwarz) und hochjubeln (weiss) der Digitalen Möglichkeiten, sondern darüber sprechen, wo wir hinschauen sollten, wo es vielleicht etwas zu überdenken gibt. Dies ist nicht Kulturpessimismus oder Internet-Bashing sondern eine wichtige Auseinandersetzung mit einem der zentralsten Themen unsere heutigen Zeit und v.a. unser aller Zukunft.

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«Finden» statt «suchen» auf www.sozialinfo.ch

Das Internet bietet auch für die professionelle Soziale Arbeit eine Fülle an wichtigen
und relevanten Informationen. Öffentliche Organisationen, Ämter, Forschungsstätten
und NPO’s bieten ihre Medienmitteilungen, Stellungnahmen und Publikationen zunehmend
online an. Das Informationsmanagement-Team der Geschäftsstelle sozialinfo.ch
recherchiert täglich im Internet und wählt aus der Fülle aus, was für die Soziale Arbeit
relevant ist. Diese Informationen werden erfasst und sind im Bereich «Aktuell» für eine
beschränkte Dauer öffentlich zugänglich. Unter «Fachwissen» sind sie für Mitglieder
oder JahresabonnentInnen dauerhaft verfügbar.

Schlagwortkatalog
Jeder Eintrag wird bei der Erfassung mit einem oder mehreren Schlagworten versehen.
Dafür steht ein Schlagwortkatalog mit über 800 Begriffen zur Verfügung, den die
Geschäftsstelle sozialinfo.ch eigens erarbeitet hat, um das Sozialwesen thematisch zu
kartographieren und abzugrenzen. Die Schlagworte sind hierarchisch geordnet: Es gibt
drei Hauptbereiche, die gesamthaft in 70 Unterbereiche aufgeteilt sind, welche dann die
800 Schlagworte aufnehmen (s. Grafik am Ende des Textes).

Drei verschiedene Suchfunktionen
Um die Beschlagwortung effektiv nutzen zu können, um die stetig wachsende Menge von
Informationen zugänglich zu halten und um die verschiedenen Bedürfnisse abzudecken,
gibt es unter «Suchen und Finden» drei verschiedene Suchfunktionen.
Die bisherige Filtersuche wurde beibehalten, aber optisch und funktionell aufgewertet.
Sie nutzt die thematische Systematisierung des Schlagwortkatalogs, jedoch nur bis zur
Ebene der 70 Unterbereiche. Nach Wahl eines Themengebiets werden alle zugeordneten
Einträge in chronologischer Reihenfolge angezeigt, d.h. die aktuellsten Beiträge erscheinen
zuoberst. Die Anzahl der Treffer ist sehr gross; die Filtersuche eignet sich, um in einem
bestimmten Themengebiet regelmässig die neusten Einträge abzurufen.

filtersuche

 

Neu gibt es die Schlagwortsuche. Sie ermöglicht die Anzeige aller Einträge zu einem
bestimmten Schlagwort. Diese Suchfunktion basiert auf demselben Prinzip wie die Filtersuche, jedoch steht hier der gesamte Schlagwortkatalog mit über 800 Begriffen in alphabetischer Ordnung zur Verfügung.
Die Schlagwortsuche ist sehr viel präziser als die Filtersuche und liefert weniger, dafür
genauere Suchtreffer. Sie eignet sich deshalb besonders für Recherchen zu einem klar
bestimmten Thema.

schlagwortsuche
volltextsuche

Als drittes gibt es die Möglichkeit der Volltextsuche. Diese eignet sich, um nach Begriffen
zu suchen, die im Schlagwortkatalog nicht vorhanden sind. Oder für die Suche nach einem konkreten Titel.
Die Volltextsuche kann allerdings keine Dokumente im Original absuchen, da die Originale
ausserhalb unserer Website gespeichert sind. Abgesucht werden die Einträge, wie sie in
unserer Datenbank Fachwissen erfasst sind. Da die wichtigen Begriffe jedoch i.d.R. im
Titel und in der Kurzbeschreibung enthalten sind, liefert diese Suche meist gute Treffer.
Weiterführende Hintergrundinformationen zu den Suchfunktionen finden Sie auf sozialinfo.ch unter dem Menüpunkt «Informationen zur Datenbank».

Ausblick
Mit den neuen Suchmöglichkeiten konnten wir die Benutzerfreundlichkeit der Datenbank
Fachwissen deutlich verbessern. Die Verfeinerung der Suchmöglichkeiten wird uns jedoch
weiterhin beschäftigen. So möchten wir in Zukunft Möglichkeiten kombinierter Suche
anbieten, bei denen mehrere Begriffe verknüpft werden können, oder die es erlauben, die
Treffermenge jeweils weiter einzugrenzen, sei es regional, sei es nach Herausgebern oder
Autoren.

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