Medienkompetenz

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„Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt.“ Douglas Adams

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Medienkompetenz ist bei Jugendlichen und Erwachsenen in aller Munde. Kinder und Jugendliche setzen sich meist bereits im Rahmen der obligatorischen Schulpflicht damit

auseinender; Erwachsene nähern sich dem Thema oftmals auf pragmatische Weise oder gemeinsam mit der jüngeren Generation.
Dabei sind verschiedene Standpunkte und Meinungen vorhanden: Allen gemeinsam ist aber die Wichtigkeit des Themas – gerade im Zusammenhang mit dem Internet und neuen Medien.
Wir präsentieren Ihnen in der Folge einige interessante Statements zum Thema. Diese wurden im Rahmen unserer Interviews für den Leitfaden „Soziale Arbeit und Social Media“ geäussert. Der Leitfaden wird voraussichtlich im April 2013 publiziert und richtet sich an Institutionen und Fachpersonen der Sozialen Arbeit.

Marcel Küng von der Jugendseelsorge Zürich ist der Meinung: „… dass man gegenüber den Jugendlichen immer einen Schritt im Umgang mit Neuen Medien hintendrein sein wird. Darum sollte man die Jugendlichen und ihre Kompetenzen ernst nehmen, ihnen Gestaltungsraum bieten und gleichzeitig die unbequemen, aber wichtigen Fragen stellen.“

Marie-Christine Schindler appelliert „…an die Lehrer, auch an die Jugendlichen, dass sie Social Media so bewusst als möglich nutzen, dass sie damit umgehen, als wäre es ein Dauer-Bewerbungsgespräch. Man muss sich ständig fragen: Was soll meine erweiterte 

Umgebung wahrnehmen, was soll das Gesamtbild sein, das entsteht? Das ist natürlich ein hohes Ziel für den Alltag, für jemanden, der „unterwegs“ ist.“

Und Silvia Schoch-Meyer spricht ein wichtiges Thema für Jugenlliche an: „Die Problematik der fehlenden Medienkompetenz äussert sich etwa auch bei Bewerbungen, wenn kompromittierende Fotos oder unbedachte Kommentare dazu führen, dass jemand 

eine Stelle nicht erhält. Da gibt es die Möglichkeit, KlientInnen und vor allem Jugendliche zu stärken, ihre Kompetenzen zu erhöhen, indem sie sensibilisiert werden für diese Problematik.“

Seitens der Geschäftsstelle sozialinfo.ch vertreten wir die Ansicht, dass Medienkompetenz auch für die Professionellen der Sozialen Arbeit wie für deren Klientschaft ein wichtiges Anliegen ist. Mehr dazu in unserem Leitfaden.

Nachstehend einige spannende Links zum Thema:

Der Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit hat dem Thema eine eigene Website gewidmet. medienblog.doj.ch

In Deutschland gibt es den Netzofant – Medienkompetenz für Pänz. Mit einer tollen Linkliste für Kinder.


Empfehlenswerte Bücher zum Thema:
Die Schweizerische Kriminalprävention hat sich dem Thema in der  Broschüre „My little Safebook“ gewidmet.

Marie Christine Schindler hat auf Ihrem Blog eine Rezension zum Buch „Netzgemüse – Aufzucht und Pflege der Generation Internet“ von Tanja und Johnny Haeusler veröffentlicht. Sowohl die Rezension wie auch das Buch möchten wir Ihnen ans Herz legen. Zur Rezension

Thomas Pfeiffer und Jöran Muus-Merholz haben nicht nur das Buch „Mein Kind bei Facebook“ veröffentlich, sondern sind auf facebook-fuer-eltern.net auch online aktiv.

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2 Gedanken zu “Medienkompetenz

  1. Im Gespräch mit jungen Mitarbeitern unseres Unternehmens (welches die Social Media intensiv nutzt) staune ich immer wieder darüber, dass Medienkompetenz in den Schulen kein Thema ist. So fördern wir im Arbeitsalltag bewusst den Aufbau der Medienkompetenz unserer Mitarbeiter – und ich bin gespannt auf Ihren Leitfaden.

    • Guten Tag Herr Vollmer
      Besten Dank für Ihre Rückmeldung und ds Interesse an unserem Leitfaden!
      Aufgrund der ständigen Entwicklung der Social Media kommen wir wohl heute wie in Zukunft nicht darum herum, die Medienkompetenzen ständig zu erweitern – sei dies im Jugendalter in der Schule oder im Erwachsenenalter in der Arbeitswelt (lebenslanges Lernen).
      Gerne empfehle ich Ihnen an dieser Stelle einen Bericht der TA-Swiss: „Digital Natives – Wie braucht die Generation Internet das Internet?“. Hier wird eindrücklich dargestellt, dass die in der Schule vermittelten Medienkompetenzen und der im Jugendalter gelernte Umgang mit Social Media Lücken aufweist und die Gesellschaft nicht darum herum kommt, sich laufend mit diesem Thema zu befassen.
      Persönlich würde mich interessieren, welche Bereiche der Medienkompetenz aus Ihrer Sicht im Arbeitsalltag noch geschult werden müssen.
      Besten Dank! Geschäftsstelle sozialinfo.ch, Barbara Beringer

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