Social Media Marketing Konferenz 2013

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Eindrücke von Patrick Blaser, Verantwortlicher für Web und Social Media der Geschäftsstelle sozialinfo.ch

Fotolia_40755359_XSMein Besuch an der Social Media Marketing Konferenz 2013 zeigt: Facebook dominiert nach wie vor das Geschehen. Und obwohl dies schon länger der Fall ist gibt es nach wie vor Verbesserungspotential, natürlich v.a. von Firmen und Organisationen.

Viele Firmen sehen Social Media als weiteren Broadcasting Kanal und nicht, wie es eigentlich sein sollte als Dialog-Kanal. Hier spielt Content Marketing, was heute in vielen Vorträgen angesprochen wurde, eine wichtige Rolle und wird in Zukunft noch wichtiger werden. Von den Firmen wird in Zukunft relevanter Inhalt gefordert. Nicht die üblichen Werbeslogans und Schönfärbereien. „Es heisst Facebook und nicht Logobook“ (@gerramirez)

Content Marketing in Form eines Blogs bietet viele Vorteile. SEO, Reputationsverbesserung und Inhalt für Social-Media Plattformen sind nur einige. Sehr schön ist die Verbindung von Blogs mit Google+ durch den Author-Tag.

Google+ bietet tolle Features (Hangouts, Comunities) und durch die Verbindung mit der Google-Suchmaschine ist es jetzt schon wichtig und wird in Zukunft noch wichtiger werden  für eine gute Online Marketing Strategie. Die Argumente von Oliver von Veloplus
(@oliverlutz1) ist, dass sie zwar nicht viele „Followers“ dafür aber relevante Feedbacks erhalten und ernsthafte Dialoge geführt werden können auf Google+. Ich freue mich in den nächsten Wochen vermehrt auf Google+ zu arbeiten, da ich die beiden Vorträge sehr inspirierend fand.

Ich habe das Gefühl dass wir eigentlich gar nicht genau wissen was bei Social Media wirklich funktioniert und dadurch vieles dem Zufall überlassen. Dazu bot MySign (@mysign) ein tolles Beispiel:
@MySign sucht #SocialMedia Manager. Belohnung für Vermittlung 5000 CHF! Jeder RT zählt.  #rp10 #smm #jobsuche

Dieser Tweet wurde ein voller Erfolg und der SocialMedia Manager innerhalb von 24 Std. gefunden. Beim gleichen Vorgehen mit einem Java-Programmierer hat es nicht geklappt.

Erfrischend anders der Vortrage von Dr. Werner T. Fuchs. „Neuromarketing, Storytelling und die Kunst der Verführung“.
Er hat alle wieder auf den Boden zurückgebracht. „Social Media ist uralt, wir machen nichts neues hier“. Ziemlich kurz gefasst – bei Social Media geht es doch wieder nur ums überleben. Fortpflanzen, Anpassen, Überleben. Wer gute Geschichten erzählt wird wahrgenommen, das Böse dabei ist die Unaufmerksamkeit.

Alles nur ein grosser Hype? Auch – aber nicht nur.
Social Media hat ein grosses Potential. Die Werbung und das Marketing müssen sich neu denken damit sie weiter wahrgenommen werden. Kunden wünschen gute, relevante Informationen und nicht Augenwischerei. Transparenz ist angesagt. Nur 14% glauben was die Werbung ihnen erzählt, aber über 80% glauben was Freunde und Bekannte ihnen erzählen und fällen so einen Kaufentscheid. Das sollte uns zu denken geben.

Der grosse Hype, geht aber vielleicht hauptsächlich vom Marketing aus, während die User die Plattformen von Facebook, Twitter, Google+ einfach als eine Möglichkeit nehmen mit anderen in Kontakt zu treten, Gespräche zu führen, sich zu informieren oder einfach Zeit zu vertreiben. Was stört hierbei mehr als Werbung? (Facebook als Zuhause um Freunde zu treffen)

Leider waren Twitter, Pinterest, Location-Based-Services, Gameifizierung kein oder nur am Rand ein Thema. Aber gerade in den schnellen Plattformen, welche bereits jetzt auf ein mobiles Publikum setzen, steckt viel Potential.

Fazit: Obwohl immer wieder behauptet wird der Hype um Social Media sei vorbei, ist nach wie vor viel los beim Thema. Die Geschichte ist nicht fertig geschrieben, v.a. nicht wenn sie plattformunabhängig betrachtet wird. Denn wo eine Tür geschlossen wird geht ein neues Tool auf. Ich erwarte weitere Plattformen, gerade im Mobilen-Bereich und jenseits von Facebook.
Social Media ist tot, lang lebe Social Media. 

28.3.2013, Patrick Blaser, Geschäftsstelle sozialinfo.ch

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